"Es gibt nur eine Maxime - das ist die, daß man sich mit dem Tode befreunden muß." (Jünger, Strahlungen)

Mittwoch, 18. Juli 2007

Gott & Geld

Tagesschau, Bericht von der Börse. Laut Umfragen des "Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung" ist die Konjunkturstimmung gedämpft. Der Börsenkorrespondent: "Die Unternehmen sind etwas optimistischer, äh, pessimistischer geworden und haben dementsprechend die Konjunkturaussichten relativ schwarz gemalt für die letzten, äh, die nächsten Monate". - Man mag dem Mann keinen Strick aus seinen Versprechern drehen; er ist in einer schwierigen Lage: Jeden Tag verziffert er gemeinsam mit anderen "Experten" das Handeln von Milliarden von Menschen und kommt dabei erstaunlicherweise nur zu allgemeinsten Aussagen. Wie der Priester jedoch muss er diese Binsenweisheiten zu jedem tagesaktuellem Anlass predigen können ohne die Herde mit verdächtig viel Gleichmaß zu verdrießen. Gott und Geld - die folgenreichsten Erfindungen menschlicher Eitelkeit. Der Glaube an das Geld anerkennt immerhin den Tod als das Ende dieser Spielereien.